Über mich

Wer ich bin, warum ich diese Arbeit mache und was mich antreibt.

Ich bin Patrick Künzel

Mein Weg hierher war alles andere als gerade – und ich würde ihn heute trotzdem nicht missen.

Viele Jahre habe ich in einem intensiven beruflichen Umfeld gearbeitet. Hauptjob und parallele Selbstständigkeit zusammen brachten mich oft auf Wochen von 80 Stunden und über 200 Tage am Stück ohne eine einzige Pause. Ich habe funktioniert. Sehr gut sogar. Aber mein Körper und mein Nervensystem haben still mitgezählt.

Ich war schon in dieser Zeit auf der Suche. Hatte verschiedene Ausbildungen gemacht – Ansätze, die mir selbst helfen sollten und mit denen ich anderen helfen wollte. Manches hat geholfen. Aber wirklich dort angesetzt wo es saß – das hat keines davon.

Dann kam eine Phase, in der in kürzester Zeit alles gleichzeitig wegbrach: eine Beziehung, die gescheitert ist, zwei meiner engsten Freunde, die von heute auf morgen mit ihrem Leben kämpften. Der Hauptjob und die Selbstständigkeit aufgegeben.

Ich hatte gekündigt. Aufgebrochen nach Vietnam, Thailand, Malaysia und Singapur – jetzt im Nachhinein weiß ich: auf der Suche nach Abstand, nach Luft, nach mir. Raus aus dem Alltag, raus aus den Triggern.

An einem Punkt dieser Reise landete ich in einem buddhistischen Tempel. Kein Telefon. Keine Nachrichten. Keine Ablenkung. Nur Stille. Ich merkte: ich brauche genau das. Ruhe. Einfach nur da sein, ohne Erwartungen und ohne Lärm. Es war kein Wendepunkt – aber vielleicht der erste Moment seit langer Zeit, in dem ich einfach nur atmen durfte und wusste: in mir gibt es vieles, was noch nicht verarbeitet ist. Das war der erste ehrliche Blick auf das, was mich wirklich begleitete.

Kurz darauf geriet ich in eine Situation, die mich mit einer Realität konfrontiert hat, auf die kein Mensch vorbereitet ist. Mein Körper kündigte mir zum ersten Mal an, dass das Fass endgültig voll war.

Zurück in Deutschland kam dann der eigentliche Zusammenbruch. All das, was ich mitgebracht hatte – und vieles, was ich schon lange mit mir getragen hatte, ohne es wirklich zu benennen – hat seinen Preis gefordert. Ich verlor plötzlich 10 Kilogramm. Nach 30 Minuten Wachphase war ich so erschöpft, dass ich mich direkt wieder hinlegen musste. Monate lang war es mir nicht möglich, auch nur ansatzweise ein normales Leben zu führen. Ängste, Panikattacken, eine Depression. Körperliche Schmerzen und Nervenschmerzen, die mich zusätzlich zermürbten. Mein Körper und mein Nervensystem haben die Rechnung präsentiert, für alles was sich über Jahre angesammelt hatte. Ich sah keinen wirklichen Ausweg mehr. Tabletten und schulmedizinische Therapie waren keine Option für mich und so habe ich alles mögliche versucht: Lebensberatung, Hypnose, verschiedenste alternative Therapieansätze – nichts hatte geholfen.

Bis ich bei Michaela Fischer landete. Eine herzliche Frau, die nicht urteilt, die wirklich versteht was in einem vorgeht. Was mich von Anfang an berührt hat: sie hat mir das Vertrauen gegeben, dass sich meine Situation und mein Leben wieder positiv verändern werden. Auch dann, wenn ich selbst kaum noch daran glauben konnte.

Die Arbeit brauchte ihre Zeit – meine Konfliktmasse, die ich mitgebracht hatte, war groß. Aber von Sitzung zu Sitzung wurde es besser. Oft alles andere als leicht – Heilkrisen haben mich zwischendurch gefordert, aber die Richtung stimmte. Zum ersten Mal stimmte die Richtung.

Irgendwann sagte sie mir, während eines Termins bei ihr, etwas, das mich bis heute begleitet: dass sie glaubt, ich könnte mit genau dieser Arbeitsweise eines Tages anderen Menschen helfen – und dass sie großes Potenzial in mir sieht. Dieser Satz hat etwas in mir ausgelöst, und Michaela ermöglichte mir schließlich die Ausbildung zum Gesundheitscoach.

Den entscheidenden Moment hatte ich dann beim ersten Ausbildungsseminar. Hier hatte ich etwas Wertvolles gelernt und endlich verstanden, warum mein Körper so reagiert hatte, wie er reagiert hatte. Warum mein Nervensystem kollabiert war. Warum es nicht anders sein konnte. Zum ersten Mal ergab alles einen Sinn. Und zum ersten Mal wusste ich genau, was ich tun wollte: dieses Wissen ausbauen, mehr lernen – und damit eines Tages Menschen begleiten und deren Leben verbessern. Die Ausbildung zum zertifizierten Wingwave®-Coach war dann der logische nächste Schritt. In Kombination mit dem Verständnis, wie unsere Biologie auf Konflikte reagiert, entsteht ein Ansatz, der so nicht oft zu finden ist – und der mich jeden Tag aufs Neue begeistert.

Ein herzliches Dankeschön geht an Michaela Fischer – für die Begleitung,
das Vertrauen, für die liebevollen Arschtritte und vieles mehr


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